Fluchtwegschilder Notausgang für eine eindeutige Wegeführung

In Fluren, Treppenhäusern, Verwaltungsgebäuden, Produktionsstätten und öffentlichen Einrichtungen müssen Beschäftigte, Besucher und Fremdfirmen den Fluchtweg schnell erkennen können. Fluchtwegschilder für den Notausgang kennzeichnen deshalb nicht nur den Ausgang selbst. Sie führen Personen entlang des gesamten Flucht- und Rettungswegs und zeigen an Richtungsänderungen, Treppen und Abzweigungen den weiteren Weg.

Die bekannten grünen Rettungszeichen arbeiten mit einheitlichen Piktogrammen. Dadurch lassen sich Notausgänge und Fluchtrichtungen unabhängig von der gesprochenen Sprache erfassen. Entscheidend bleibt jedoch, dass Motiv, Richtungspfeil, Schildgröße und Montageort zur tatsächlichen Situation im Gebäude passen.

Die richtige Pfeilrichtung entscheidet über die Orientierung

In der Praxis entstehen Fehler nicht nur durch fehlende Fluchtwegschilder. Auch eine unpassende oder missverständlich eingesetzte Pfeilrichtung kann die Orientierung erschweren. Der Richtungspfeil muss daher immer dem tatsächlichen Verlauf des Flucht- und Rettungswegs entsprechen.

Bedeutung der Pfeilrichtungen bei Flucht- und Rettungswegschildern:

  • Pfeil nach oben (↑): Kennzeichnet den Fluchtweg geradeaus. Direkt über einer Notausgangstür angebracht, weist er durch die Tür hindurch. In Verbindung mit einer Treppe kann er außerdem einen nach oben führenden Fluchtweg anzeigen.
  • Pfeil nach unten (↓): Kennzeichnet einen nach unten führenden Fluchtweg, beispielsweise über eine Treppe in ein darunterliegendes Geschoss.
  • Pfeil nach links oder rechts (← / →): Zeigt einen seitlichen Richtungswechsel oder den weiteren Verlauf des Fluchtwegs nach links beziehungsweise rechts an.
  • Schräge Pfeile (↖ / ↗ / ↙ / ↘): Weisen auf einen schräg aufwärts oder abwärts verlaufenden Fluchtweg hin, beispielsweise in einem Treppenhaus.

Nachleuchtende Notausgangsschilder bei fehlender Sicherheitsbeleuchtung

Notausgangsschilder müssen nachleuchtend ausgeführt sein, wenn keine Rettungsleuchten oder Notstrombeleuchtung vorhanden sind. Das langnachleuchtende Material speichert zuvor aufgenommenes Licht und gibt diese Energie bei Dunkelheit als sichtbares Nachleuchten wieder ab.

Damit die vorgesehene Leuchtwirkung erreicht werden kann, müssen die Rettungszeichen zuvor ausreichend beleuchtet beziehungsweise aufgeladen werden. Die Auswahl der konkreten Ausführung richtet sich deshalb auch nach den Lichtverhältnissen am Montageort und dem vorhandenen Sicherheitskonzept.

Warum ein Fluchtwegschild mit Lichtkante wählen?

Bei Fluchtwegschildern mit Lichtkante sind Rettungszeichen und Richtungspfeil optisch voneinander getrennt. Die Lichtkante gliedert die Darstellung und hebt den Übergang zwischen dem Piktogramm für den Notausgang und der angegebenen Laufrichtung hervor. Dadurch lassen sich beide Informationen klar voneinander unterscheiden und dennoch als gemeinsame Fluchtweganweisung erfassen.

Eine Ausführung mit Lichtkante bietet sich besonders an, wenn innerhalb eines Gebäudes bereits Rettungszeichen dieser Bauart verwendet werden und die Fluchtwegkennzeichnung einheitlich fortgeführt werden soll. Sie kann außerdem sinnvoll sein, wenn das Piktogramm und der Richtungspfeil bei der Betrachtung deutlicher getrennt wahrgenommen werden sollen.

Die Lichtkante ersetzt jedoch weder die richtige Pfeilrichtung noch eine fachgerechte Platzierung. Entscheidend bleibt, dass das Fluchtwegschild zum tatsächlichen Verlauf des Rettungswegs passt, aus der vorgesehenen Laufrichtung erkennbar ist und der verwendete Pfeil eindeutig zum nächsten Abschnitt des Fluchtwegs führt.

Fluchtwegschilder gut sichtbar im Gebäude platzieren

Eine nachvollziehbare Fluchtwegkennzeichnung begleitet den Rettungsweg vom jeweiligen Aufenthaltsbereich bis zum Notausgang. Typische Montageorte liegen entlang von Fluren und Korridoren, an Kreuzungen und Abzweigungen, vor Treppenauf- und Treppenabgängen sowie oberhalb oder neben Notausgängen.

Die Schilder müssen aus der vorgesehenen Laufrichtung gut erkennbar bleiben. Berücksichtigen Sie dabei mögliche Sichtbehinderungen, geöffnete Türen und größere Betrachtungsabstände. Die passende Schildgröße hängt vom Einsatzort, der Erkennungsweite, der Montagehöhe und den vorhandenen Hindernissen ab.

Expertenhinweis zur Montage:
Prüfen Sie die Fluchtwegkennzeichnung aus der Perspektive der Personen, die das Gebäude verlassen müssen. Kontrollieren Sie dabei jede Zugangsrichtung und jeden Richtungswechsel. Das Rettungswegzeichen sollte immer mit dem Pfeil kombiniert werden, der den tatsächlichen Verlauf des Fluchtwegs eindeutig wiedergibt.

Typische Einsatzbereiche für Fluchtwegschilder und Notausgangsschilder

Fluchtwegschilder kommen unter anderem in Büro- und Verwaltungsgebäuden, Produktionsstätten, Lagerhallen, Schulen, Krankenhäusern, Hotels, Einkaufsbereichen und öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz. Besonders wichtig ist eine durchgängige Kennzeichnung in langen Fluren, an Gebäudeverzweigungen, in Treppenhäusern und an Stellen, an denen sich die Laufrichtung ändert.

Benötigen Sie weitere Motive, Formate oder Ausführungen? In unserer Kategorie Fluchtwegschilder und Rettungszeichen erhalten Sie einen Überblick über ergänzende Kennzeichnungen für Flucht- und Rettungswege.

Häufige Frage zu nachleuchtenden Notausgangsschildern

Wann müssen Notausgangsschilder nachleuchtend sein?

Notausgangsschilder müssen nachleuchtend sein, wenn keine Rettungsleuchten oder Notstrombeleuchtung vorhanden sind. Langnachleuchtende Rettungszeichen benötigen eine ausreichende vorherige Beleuchtung beziehungsweise Aufladung. Welche Ausführung am jeweiligen Standort erforderlich ist, muss anhand des Einsatzortes und des vorhandenen Sicherheitskonzepts geprüft werden.

Wählen Sie das Notausgangsschild mit der Pfeilrichtung, die dem tatsächlichen Verlauf Ihres Flucht- und Rettungswegs entspricht.