Fluchtwegschilder ohne Lichtkante richtig auswählen

Fluchtwegschilder ohne Lichtkante verbinden das Rettungszeichen mit der erforderlichen Richtungsangabe. Sie kennzeichnen nicht nur den Notausgang, sondern leiten Personen entlang des vorgesehenen Flucht- und Rettungswegs. Damit die Kennzeichnung verständlich bleibt, müssen die einzelnen Schilder eine schlüssige Abfolge bilden: vom Aufenthaltsbereich über Flure, Abzweigungen und Treppen bis zum gekennzeichneten Ausgang.

Diese Kategorie konzentriert sich gezielt auf Ausführungen ohne Lichtkante. Wenn Sie Notausgangsschilder mit einer Lichtkante zwischen Rettungszeichen und Richtungspfeil benötigen, wählen Sie bitte die dafür vorgesehene Kategorie. So lassen sich beide Ausführungsarten klar voneinander unterscheiden, ohne ihre jeweilige Kennzeichnungsfunktion miteinander zu vermischen.

Vom Ausgang aus den gesamten Fluchtweg betrachten

Eine eindeutige Fluchtwegkennzeichnung beginnt nicht erst unmittelbar an der Ausgangstür. Beschäftigte, Besucher und Fremdfirmen müssen bereits an den entscheidenden Stellen erkennen, welchen Weg sie nehmen sollen. Fluchtwegschilder werden deshalb unter anderem in Fluren, an Gebäudeverzweigungen, vor Treppen und an Richtungsänderungen eingesetzt.

Planen Sie die Beschilderung als zusammenhängende Wegführung. Jedes Rettungszeichen sollte dort sichtbar sein, wo eine Richtungsentscheidung erforderlich ist. Lassen sich Personen aus mehreren Bereichen auf denselben Fluchtweg führen, muss die Erkennbarkeit aus den jeweiligen Zugangsrichtungen geprüft werden.

Was bedeuten die Pfeile auf Fluchtwegschildern?

Der Richtungspfeil gibt den weiteren Verlauf des Fluchtwegs an. Wählen Sie daher nicht allein nach dem Motiv aus, sondern berücksichtigen Sie immer die Laufrichtung und die konkrete Montagesituation:

  • Pfeil nach oben (↑): Kennzeichnet den Fluchtweg geradeaus. Direkt über einer Notausgangstür angebracht, weist er durch die Tür hindurch. In Verbindung mit einer Treppe kann er außerdem einen nach oben führenden Weg anzeigen.
  • Pfeil nach unten (↓): Kennzeichnet einen abwärts führenden Fluchtweg, beispielsweise über eine Treppe in ein darunterliegendes Geschoss.
  • Pfeil nach links oder rechts (← / →): Zeigt an, dass der Fluchtweg nach links beziehungsweise rechts weiterführt. Diese Varianten kommen beispielsweise an Abzweigungen, Kreuzungen und seitlich gelegenen Ausgängen zum Einsatz.
  • Schräge Pfeile (↖ / ↗ / ↙ / ↘): Kennzeichnen einen schräg aufwärts oder abwärts verlaufenden Fluchtweg, etwa im Bereich einer Treppe.

Praxistipp: Prüfen Sie die gewählte Pfeilrichtung immer aus der Blickrichtung der Personen, die dem Fluchtweg folgen. Ein Pfeil darf nicht nur am Montageort richtig wirken, sondern muss auch aus der vorgesehenen Laufrichtung eindeutig verständlich sein.

Was bedeutet die Ausführung ohne Lichtkante?

Bei diesen Fluchtwegschildern stehen Rettungszeichen und Richtungspfeil ohne eine zusätzliche Lichtkante zwischen den beiden Elementen nebeneinander. Dadurch unterscheiden sie sich optisch von Ausführungen, bei denen Symbol und Pfeilangabe durch eine solche Kante voneinander getrennt sind.

Beide Ausführungen dienen dazu, den Verlauf des Flucht- und Rettungswegs eindeutig darzustellen. Entscheidend für die Auswahl bleiben das passende Rettungszeichen, die richtige Pfeilrichtung und eine gut erkennbare Platzierung am vorgesehenen Montageort.

Wenn Sie eine Ausführung mit einer Lichtkante zwischen Rettungszeichen und Richtungspfeil suchen, wechseln Sie zu unseren nachleuchtenden Notausgangsschildern mit Lichtkante.

Schildgröße und Montageort gemeinsam bestimmen

Die passende Größe hängt vom Betrachtungsabstand, von der Montagehöhe, von möglichen Hindernissen und von der jeweiligen Kennzeichnungsaufgabe ab. In langen Fluren oder größeren Hallen kann ein Schild aus einer weiteren Entfernung erkennbar sein müssen als in kleinen Gebäudebereichen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl deshalb den gesamten Sichtweg und nicht nur die unmittelbare Umgebung des Schildes.

Wandschilder werden üblicherweise ungefähr auf Augenhöhe oder, wenn es zur Sichtführung passt, über Türen angebracht. Bei Fahnen-, Winkel- und Deckenschildern muss neben der Sichtbarkeit auch die erforderliche Durchgangshöhe berücksichtigt werden. Die konkrete Montage ist stets anhand der räumlichen Situation zu prüfen.

Wann müssen Notausgangsschilder nachleuchtend sein?

Notausgangsschilder müssen nachleuchtend ausgeführt sein, wenn keine Rettungsleuchten oder Notstrombeleuchtung vorhanden sind. Langnachleuchtende Materialien speichern zuvor aufgenommenes Licht und geben die gespeicherte Energie bei Dunkelheit als sichtbares Nachleuchten wieder ab.

Voraussetzung für die vorgesehene Leuchtwirkung ist eine ausreichende vorherige Beleuchtung beziehungsweise Aufladung. Prüfen Sie deshalb neben dem Motiv und der Pfeilrichtung auch die Lichtverhältnisse am vorgesehenen Montageort. Die konkrete Kennzeichnung muss zum Einsatzort und zum vorhandenen Sicherheitskonzept passen.

Häufige Fragen zu Fluchtwegschildern ohne Lichtkante

Welche Pfeilrichtung benötige ich?
Die Pfeilrichtung richtet sich nach dem tatsächlichen Verlauf des Fluchtwegs. Kontrollieren Sie jeden Montageort aus der vorgesehenen Laufrichtung und berücksichtigen Sie Abzweigungen, Treppen und Durchgänge.